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24. Dezember 2008 von

Folgende Geschichte hat vor ein paar Jahren eine Kollegin in der Arbeit verteilt, daher ist mir die ursprüngliche Quelle unbekannt.

Im Spessart lebte eine alte Frau,
für die war das Leben nicht nur grau.
Mit ihrem Einkommen war es schlecht bestellt,
mit einem Wort: sie hatte kein Geld.
Sie überlegte angestrengt hin und her,
woher denn wohl Geld zu kriegen wär!
Ihr kam ein Gedanke und das geschwind,
sie schrieb einen Brief dem lieben Christkind.

„Liebes Christkind, ich bin alt und arm,
das Geld ist wenig, ich bitt´um Erbarm´!
Drum schicke mir schnellstens einhundert Mark,
sonst müsste ich hungern und das ist doch arg.
Eine andere Hilfe weiß ich nicht mehr,
denn ohne Moneten ist´s doch verdammt schwer.
Aber bitte beeil dich mit dem Geld,
sonst ist´s Weihnachten nicht schön auf dieser Welt.“

Der Brief wird frankiert, in den Briefkasten gesteckt,
der Postbote ihn dann morgens entdeckt.
Er liest die Adresse – was soll er nur machen,
„an das Christkind“ – das ist ja zum Lachen!
Er denkt sich aber, ein Spaß muß sein,
der Brief kommt ins Fach vom Finanzamt hinein!
Am nächsten Tag dort angekommen,
wird er vom Beamten in Empfang genommen.

Doch wenn Sie glauben, er wirft ihn weg, diesen Brief,
so ist das nicht, da liegen Sie schief!
Er liest die Adresse und denkt gleich daran,
wie man der Frau wohl nur helfen kann.
Ja, glauben Sie mir, das ist kein Scherz,
es gibt auch beim Finanzamt mal jemand mit Herz!
Ihm kommt der Gedanke – und das ist fein,
das könnt´ für die Frau eine Hilfe sein:

Er fängt gleich an durch die Büros zu wandern
und sammelt recht fleißig von einem zum andern.
Doch leider war der Erlös etwas karg,
statt hundert bekamm er nur siebzig Mark!
Aber diese wurden dann unverwandt
an die arme Frau gleich abgesandt.
Die Frau freut sich sehr, man kanns kaum ermessen,
dass Christkind sie hat nicht vergessen.

So schrieb sie rasch einen Dankesbrief
und in Eile sie zum Postamt lief.
Im Schreiben hieß es „Liebes Christkind, von Herzen stark,
dank ich Dir für die siebzig Mark!
doch solltest Du mal wieder an mich denken
und so gütig mir ein paar Märkchen schenken,
dann möchte ich Dich um eines nur bitten,
das Geld nicht übers Finanzamt zu schicken,
denn die Lumpen haben mir – ungelogen –
von den hundert Mark gleich dreißig abgezogen!“

………………………………………………………………

Frohe Weihnachten Euch allen!!!

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Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 24. Dezember 2008 um 19:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter Alles Mögliche abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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