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24. März 2009 von

Man stelle sich mal vor, man weiß, dass in einem bestimmten Haus mit KiPo gehandelt wird. Nun würde natürlich jeder mit gesundem Menschenverstand erwarten, dass dort die Polizei einmarschiert, die Verantwortlichen verhaftet, und eventuell sogar noch die Hersteller ermitteln kann. Wenn aber stattdessen lediglich der Hausmeister von der Polizei verpflichtet wird, keinen mehr durch die Vordertür reinzulassen, würde man sich wohl zurecht fragen, ob die noch alle Tassen im Schrank haben.

Etwas ähnliches hat man aber mit der geplanten Sperre von angeblichen KiPo-Seiten vor. Ich schreibe „angeblich“ deshalb, weil es, ohne sich strafbar zu machen, wohl nicht möglich sein wird, die zu sperrenden Seiten zu überprüfen. Paranoiker könnten jetzt natürlich Vermutungen anstellen, ob Lobbyisten, durch Übergabe von schwarzen Geldkoffern, Seiten sperren lassen können, die mit KiPo gar nichts zu tun haben. Aber so etwas würde ich natürlich nie behaupten!
Anstatt das also unsere Ermittlungsbehörden ihren Arsch hochbekommen, und die verantwortlichen Seitenbetreiber ermitteln, und die KiPo-Seiten durch das Abschalten der Server vom Netz nehmen, sollen die ISPs verpflichtet werden, den direkten Zugang zu verhindern. Dass dadurch aber kein einziger Mißbrauchsfall verhindert werden kann, und auch der Zugang nur erschwert, aber nicht verhindert werden kann, scheint bei den verantwortlichen Politikern irgendwie nicht angekommen zu sein. Insbesondere die Vertreter der C-Parteien zeigen sich hier völlig merkbefreit.

Einige der ISPs sind wohl schon umgefallen, bei der Telekom hat man aber noch genug Arsch in der Hose, um die Unverschämtheit zu besitzen eine rechtliche Grundlage für die Seitensperrungen zu verlangen. Das ehemalige Nachrichtenmagazin, und jetziges inoffizielles Presseamt der Bundesregierung, ist sich allerdings nicht zu blöd, gegen die Telekom zu stänkern. Die Illustration des Artikels, wegen der ich auch nicht darauf verlinken werde, ist dabei an verlogener Heuchelei kaum noch zu überbieten.

Das Kinderhilfswerk CareChild, dass bereit bewiesen hat, dass man Server mit KiPo-Seiten auch abschalten lassen kann, hat wieder einen hervoragenden Artikel dazu geschrieben!
Highlight: Dabei ist sie (v. d. Leyen) vollständig beratungs- und einsichtsresistent.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 24. März 2009 um 23:26 Uhr veröffentlicht und wurde unter Politisches abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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