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10. Juni 2009 von

Die Meldung vom Insolvenzantrag des Arcandor-Konzern ging wie ein Lauffeuer durch die Medien. Die erhoffte Staatsknete wurde verwehrt, und das zurecht, meiner Meinung nach. SPDs Kanzlerkanditat Steinmeier sieht das etwas anders und empfiehlt seinem Kabinettskollegen von Guttenberg in seinem Amtseid nachzulesen, mit dem er doch geschworen hat Schaden vom Volk abzuwenden.

Schon ein bisschen merkwürdig, dass ein Minister plötzlich Angst um das Volk hat, spricht doch die Gesetzgebung der letzten Jahre eher dafür, dass unsere Regierung Angst vorm Volk hat. Merkwürdig auch, dass der Herr Minister anscheinend keine Ahnung hat, dass der Sinn und Zweck einer Insolvenz nicht die Zerschlagung des zahlungsunfähigen Betriebes ist, wie es im alten Konkursrecht der Fall war, sondern die Fortführung des Geschäftsbetriebes an erster Stelle steht. Aus eigener Erfahrung weiß ich leider, dass die Verantwortlichen in den Firmen es viel zu lange nicht wahr haben wollen, dass sie zahlungsunfähig sind, und der Insolvenzantrag meist erst gestellt wird, wenn es schon nichts mehr zu retten gibt. Bei der Gelegenheit werden dann noch ein paar Zulieferer mit in die Insolvenz gerissen, da man in dem Irrglauben, das Ruder doch noch herumreißen zu können, noch kräftig auf Pump eingekauft hat.
Ein Insolvenzverfahren würde dem Unternehmen jedoch genügend Luft lassen, um ein wirtschaftliches Geschäftskonzept zu erstellen. Dies geht leider oft mit Entlassungen einher, jedoch sollte man sich überlegen, ob es besser ist, dass ein Teil der Belegschaft jetzt entlassen wird, oder später dann Alle, und vielleicht noch die Arbeitnehmer von den mit in den Abgrund gerissenen Firmen.

Wenn aber ein solches Unternehmen durch Steuergelder künstlich am Leben erhalten wird, ist dass natürlich auch noch ein Schlag ins Gesicht der Konkurrenzunternehmen und die auf der einen Seite geretteten Arbeitsplätze gehen dann eben dort verloren.

Doch das alles hat der gute Herr Steinmeier nicht verstanden. Oder etwa doch, und er will nur endlich seiner Partei wieder das Profil einer Arbeiterpartei geben? Reichlich spät, und das auch noch ziemlich halbherzig, die Wahlschlappe vom letzten Sonntag hat wohl etwas Panik bei den Sozialdemokraten hinterlassen.

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Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 10. Juni 2009 um 22:12 Uhr veröffentlicht und wurde unter Politisches abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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