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26. Januar 2010 von

Wenn es um die Durchsetzung unpopulärer Maßnahmen geht, ist das Wohl der Kinder eines der wirksamsten Totschlagargumente unserer politischen Führung. Geht es aber mal tatsächlich um die Kinder, dann darf es aber bloß nichts kosten, oder Arbeit bereiten. Ein schönes Beispiel ist aktuell das EU-Schulobstprogramm. Lediglich das Saarland lässt sich die Gesundheit seiner Schüler etwas kosten. Für Baden-Württemberg hingegen lamentiert ein Verbandssprecher über die chronische Unterfinanzierung. Sie würden zwar 2 Millionen von der EU bekommen, müssten aber selbst nochmal 2 Millionen beisteuern. Laut dieser Seite des Landes BW hatte das zuständige Ministerium im Jahr 2006 einen Etat von 7,4 Milliarden € zur Verfügung, und da lassen sich keine 2 Millionen (0,027%) finden, die man an andere Stelle einsparen kann?
Insgesamt müssten die Bundesländer 18 Millionen im Jahr dazugeben. Wenn man jetzt bedenkt, dass die Bundesländer durch das Steuergeschenk an die Hoteliers auf ca. eine halbe Milliarde Steuereinnahmen verzichteten, kann man schön sehen, dass unseren Politikern die Gewinne der Hotels wichtiger sind, als die Gesundheit unserer Kinder!
Leider lassen sich die künftigen Ersparnisse bei den Gesundheitskosten durch die gesündere Ernährung sehr schlecht in Zahlen fassen, sodass unsere Politiker leider nicht in der Lage sind, dieses Argument für das Schulobstprogramm wahrzunehmen. Und so heißt es dann lapidar, dass der Aufwand in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen stehe.

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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 26. Januar 2010 um 22:19 Uhr veröffentlicht und wurde unter Politisches abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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