Liegt die Wirtschaft am Boden, wie jetzt zur Zeit (zumindest wird es uns von allen Seiten eingeredet), heißt es, die Arbeitnehmer müssen Verzicht üben, sonst wird die Rezession nicht überwunden.
Beginnt die Wirtschaft langsam wieder zu wachsen, hört man sofort von den üblichen Verdächtigen, dass die Arbeitnehmerschaft auf Lohnerhöhungen verzichten muss, der Aufschwung darf nicht gefährdet werden.
Ist die Wirtschaft richtig am brummen, dann ist für das arbeitende Volk noch immer keine Lohnerhöhung drin, wir wollen doch nicht sofort wieder in die Rezession abstürzen.
Man könnte auch sagen “Same procedure as every year”, Hauptsache für das Management sind noch Gehaltserhöhungen im zwei- bis dreistelligen Prozentbereich drin. Und die Boni bloß nicht vergessen!
Vielleicht sehe ich das zu einseitig, aber es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass die Arbeitgeberverbände immer, und unabhängig vom Zustand der Wirtschaft, Lohnverzicht fordern. Wo soll das hinführen, zum Billiglohnland Deutschland? Leider hat man heutzutage vergessen, was schon Henry Ford wusste (oder war’s wer anders?), dass man Geld ausgeben muss, um Geld zu verdienen, denn nur gut bezahlte Arbeitnehmer sind auch kaufkräftige Kunden.
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Tags: Billiglohnland, Lohnverzicht, Management, Rezession, Wirtschaft
Der Beitrag wurde am Dienstag, den 5. Januar 2010 um 22:13 Uhr veröffentlicht und wurde unter Politisches abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Am 1. August 2010 um 20:35 Uhr
[...] Im Januar hatte ich es schon mal geschrieben, kaum wagen es die Gewerkschaften von höheren Tarifabschlüssen zu reden, kommt der Arbeitgeberpräsident reflexartig mit der alten Leier von der Mäßigung. [...]