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18. Oktober 2010 von

Was soll man nur von dem Projekt S21 halten? Halbwegs neutrale Informationen scheint man zur Zeit jedenfalls nicht zu bekommen. Wie bei allen kontroversen Themen werden natürlich nur die Argumente vorgebracht, welche den eigenen Standpunkt unterstützen. So wird es natürlich schwierig sich eine eigene Meinung zu bilden.
Ob das Projekt S21 nun abgelehnt werden soll, oder ob der unterirdische Bahnhof unbedingt gebaut werden muss, möchte ich nicht beurteilen, das tun andere schon zur genüge, aber ich werde ein paar Anmerkungen zu einigen wiederholt vorgebrachten Argumenten machen.

So hört man immer wieder, dass die Gegner jahrelang Zeit hatten, aber erst jetzt sich lautstark zu Wort melden. Aber nur weil die Medien erst seit dem berühmt-berüchtigten Polizeieinsatz vom 1. Oktober anfingen ausführlich zu berichten, heißt das doch im Umkehrschluß nicht, dass es vorher keinen Widerstand gab. So steht beispielsweise bei Wikipedia: …Das Projekt ist seit Jahren umstritten. …

Das Projekt ist durch parlamentarische Beschlüsse demokratisch legitimiert, ein Baustopp wäre ein Schaden für die Demokratie. Sicher, ein Bahnhof ist ja schließlich kein AKW. Käme dieses Argument nicht von den selben Leute, die gerade dabei sind, den parlamentarisch beschlossenen Atomausstieg in die Tonne zu treten, wäre es sogar halbwegs glaubwürdig.

Bei öffentliche Bauprojekten sind Kostensteigerungen normal. Und deshalb sind sie in Ordnung und müssen widerspruchslos akzeptiert werden?

Man merkt schon, dass ich eher auf der Seite der Gegner bin, trotzdem glaube ich aber, dass das Projekt S21 letztendlich doch gebaut wird. Ich wünschte mir aber, dass Politiker lernen würden, dass man öffentliche Projekte auch mal stoppen kann, wenn die gewünschten Ziele nicht mehr, oder mit nicht mehr vertretbaren Kosten, erreicht werden können und aufhören gutes Geld einem schlechten Geld hinterher zu werfen. Ein schönes Beispiel hierfür ist das nie fertig gewordene Softwareprojekt FISCUS. 12 Jahre Entwicklungszeit, fast eine Milliarde Euro Kosten und kein brauchbares Ergebnis.

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Der Beitrag wurde am Montag, den 18. Oktober 2010 um 21:14 Uhr veröffentlicht und wurde unter Politisches abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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